Gewässersanierung 2025

Dieses Biotop wurde im November 2025 im Rahmen des Landesprogramms "220 Amphibiengewässer" ausgewählt.

Hier sind Fotos kurz vor der Umsetzung der Maßnahme und 2 Wochen nach der Umsetzung zusammengestellt.

Nach dem Eingriff liegt natürlich der Boden blank, es wurde die Erde aus den Tümpeln gebaggert und an Ort und Stelle in den Damm eingebaut.

Das sieht mehr nach Baustelle als nach Natur und Biotop aus.

Aber die Amphibien nehmen das anders wahr als wir Menschen: wir finden sie in Steinbrüchen und anderen verschlammten Tümpeln. Baugebiete müssen meistens mit Amphibienzäunen abgesperrt werden, sonst würden in die Pfützen und Fahrspuren schnell Amphibien einwandern und ablaichen und dann würde der Artenschutz einen Stop der Bauarbeiten erfordern.

Auch haben wir auf dieser Fläche eine Vielzahl von Pflanzen, deren Samen alle in dieser Erde zu finden sind. Schon im Frühjar werden die Pionierarten auf diesen Flächen keimen und austreiben und wir werden eine unglaubliche Biodivesität vorfinden.

Neuanlage Flachwasser

Da es einige sumpfige Stellen in der Feuchtwiese gibt, hat es sich angeboten eine davon in ein flaches, Sonnenbeschienenes Laichgewässer umzuwandeln.

Die meisten der Gewässer sind durch Bäume beschattet, daher ist ein flaches, besonntes Gewässer, welches sich schneller und stärker aufwärmt eine gute Ergänzung zum Bestand.

Die oben markierte Fläche nun ausgebaggert und mit Wasser gefüllt:

Hinterster Tümpel

Das meiste Wasser kommt durch einen kleinen Bach bzw. Graben an der hinteren Seite des Grundstücks am Hang entlang geflossen.

Dort liegt ein kleiner Tümpel, der nur nach starken Regenfällen Wasser enthält. An dieser Stelle standen viele Eschen, von denen wegen des Eschentriebsterbens jedes Jahr einige umfallen. Auch dieses Jahr mussten zunächst einige Baumstämme abtranportiert werden. Natürlich verbleibt aber auch viel Wertvolles Totholz bei uns im Biotop.

Und jetzt ist hier ein erstes Laichgewässer für Amphibien entstanden.

Graben

Vom hinteren Teil verläuft ein kleiner Graben, der das Wasser in den mittleren Tümpel führt. Dieser wurde in der Vergangenheit von Hand frei geräumt. Auf diesem Foto unter dem Laub kaum zu sehen und nur ein dünnes Rinnsal führend.

Mit dem Bagger konnte der Graben tiefer nachgezogen werden.

1. Bild vorher, 2. und 3. Bild nachher.

Jetzt sprudelt das Wasser nach dem Regen in den mittleren Tümpel:

Mittlerer Tümpel

Der mittlere Tümpel hatte wenig Wasser bekommen und war die meiste Zeit des Jahres trocken gefallen.

Im Frühjahr hatten dort Grasfrösche ihren Laich abgelegt, aber dieser hatte keine Chance sich zu entwickeln.

Vorgesehen war, den Tümpel tiefer zu baggern, damit sich ds Wasser darin länger halten kann.

Und so sah es nach getaner Arbeit und ein wenig Regen aus:

Bestand

Wichtig ist auch, dass wir durch den Graben nich den bestehenden Tümpeln das Wasser abstellen.

Im hinteren Bereich ist ein Tümpeln, der vor einigen Jahren von der Stadt Haslach ausgebaggert wurde.

Er wird gespeist über unzählige Rinnsale in der davor liegenden Wiese. Auch nach den Arbeiten ist hier noch alles feucht und voll Wasser:

Der mittlere Tümpel kann sein überschüssiges Wasser in den vordersten (nicht veränderten) Tümpel abgeben:

Und auch die sumpfige Fläche unterhalb des mittleren Tümpels, auf der die Schwertlilien wachsen, steht schon wieder unter Wasser:

Es geht weiter mit dem Monitoring 2026